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Sonaten für Violine und obligates Cembalo

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12 Feb 2016 18:56 #526 von Klaus Schaaff
Liebe Bachfreunde,

Johann Sebastian Bach "verstand" - im Wortlaut seines Sohnes Carl Philipp Emanuel - "die Möglichkeiten aller Geigeninstrumente vollkommen. "

so beginnt eine kurze Abhandlung über die Sonaten für Violine und obligates Cembalo BWV 1014-1019 von Wolfgang Kostujak.

www.wolfgangkostujak.de/manuskripte/johannsebastianbachwerkefuerviolineund.pdf

Sehr informativ und lesenswert wird dort die Historie dieses Zyklus, sowie Komposition mit Randinformationen beschrieben. Der Wert dieses Werks wird von Carl Philipp Emanuel als so hoch eingeschätzt, dass er es Forkel zur sorgsamen Erhaltung für die Nachwelt übergibt. Aussagen über Bachs Musik und Leben, traue ich noch am allermeisten meisten, dem seiner Söhne. Legendenbildung und "Vom Hören Sagen", waren schon immer am Mythos Bach beteiligt, so dass jeder ein anderes Bild von Bach hat. Auch die Erfahrung vom Hören selbst ist eine ganz persönliche und sollte das natürlich bleiben. Deshalb habe ich dazu von den vielen Versionen im Netz zwei herausgesucht.

BWV 1014, 1015, 1016
Yehudi Menuhin, violon.
George Malcolm, clavecin (T.Goff)
Ambrose Gauntlett, viole de gambe.
1962



BWV 1017, 1018, 1019
Yehudi Menuhin, violon
George Malcolm, clavecin (T.Goff)
Ambrose Gauntlett, viole de gambe.
Datum nicht bekannt, eventuell auch 1962


Zum Vergleich sind auch andere Aufnahmen hörenswert, die leicht bei YouTube zu finden sind. Für meinen Geschmack setzte Yehudi Menuhin hier einen Maßstab für die Interpretation, der nur mit intensivster Beschäftigung mit diesem Werk zu erreichen war.

Diese Sonaten tragen eine ganz persönliche Note Bachs, bei denen Erlebnisse der Entstehungszeit wahrscheinlich eine Rolle spielen. Eine noch junge unverfälschte Gefühlswelt aus der Köthener Periode tritt uns hier entgegen mit all ihren Höhen und Tiefen. Vielleicht war das der Grund, warum Carl Philipp Emanuel diese Musik von Bach so sehr schätzte - wenn man durch Musik direkt in die Seele eines Anderen schauen kann.


Ohne weitere Worte, viel Spaß damit
Klaus Schaaff

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