Forum

Favoriten und Ohrwürmer

Mehr
10 Dez 2015 13:49 #481 von Klaus Schaaff
Hi Christof,

für mich wäre ein Thema wie: Was macht die polyphone Unabhängigkeit in Bachs Kompositionen, von großer Interesse. Ich hatte bisher nur die Befürchtung es könnte in Kompositionstechnik ausarten, wo sich andere langweilen.

Pro Jahr schreibe ich so 2-3 Fugen und gerade war es mal wieder soweit:




auch hier habe ich versucht die Thematk von Einprägsamkeit zu berücksichten. Mit dem Thema der Fuge bin ich zufrieden. Der Gesamtverlauf ist aber noch nicht flüssig genug. Bach hatte da ein phenomenales Ohr dafür und was ein Ohrwurm ist, wußte er bestimmt auch.

Mach mal, wenn Du Zeit und Lust hast, einen extra Thread auf.


Gruß
Klaus Schaaff

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
10 Dez 2015 13:52 - 10 Dez 2015 13:54 #482 von Christof Rimle
Ich versuche, bei der Infektion nachzuhelfen. Den Eingangschor «Jauchzet frohlocket» kennen wohl alle. Nebenbei: die Stelle kam gestern Abend im ARD-Hauptabendprogramm im Film «Der verlorene Bruder» vor. Aber meine Favoriten aus dem Weihnachtsoratorium sind subtiler und vielleicht unerwartet:



Letzte Änderung: 10 Dez 2015 13:54 von Christof Rimle.

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
10 Dez 2015 14:23 #483 von Klaus Schaaff
Hallo Christof,

das Duett Nr.38 habe ich eben gehört. Wunderschön, wenn der Sopran ? einsetzt. Da kann man wirklich d'rin baden. Ich denke das Weihnachtsoratorium und speziell dieses Stück haben es mir angetan. Das ist auf jeden Fall ein Kanditat für die Liste.

Nr.40 muss ich mir noch separat suchen in:



bis morgen werde ich das haben. Jetzt fahre ich mal zu meiner Mutter im Pflegeheim.


Danke für Deine Favoriten
Klaus Schaaff

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
11 Dez 2015 09:09 #484 von Yo El Mismo
Liebe Bachfreunde!

Christof meinte vor einiger Zeit, dass „Jesus, meine Freude“ aus BWV 147-10 ein „Welthit“ und Ohrwurm sei. Da stimme ich ihm zu. Aber im Netz ist ein Musikstück von Bach noch ein Stückchen bekannter, nämlich der 2. Satz – Air – aus der Orchestersuite Nr. 3 in D-Dur, BWV 1068. Von diesem weltberühmten Stück gibt es bei Youtube hunderte Versionen; ich habe mal eine besonders schmalzige herausgesucht, mit 2 Celli und viel Vibrato (besonders beliebt!):



Natürlich hat es nicht lange gedauert, bis dieses Stück, dass international „Air on a G string“ genannt wird, einen Witzbold namens Andrew Huang fand, der daraus etwas „Creatives“ machte. Er hatte schon den Song der The Weeknds „Can’t feel my face“ mit Zahnarzt-Instrumenten oder Nenas „99 Luftballons“ auf 99 Luftballons gespielt. Und, worauf bitte, wenn nicht auf einem echten G-String, sollte man sonst „Air on the G String spielen??? Mithilfe eines Kontaktmikrofons zupft Huang was das Zeug hält an schwarzen und weißen Tangas und erzeugt ein sensationelles Ergebnis!



Gruß
Yo

NULL

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
11 Dez 2015 10:37 #485 von Klaus Schaaff
Hallo Christof,

in der Harnoncourt Aufzeichnung:



habe ich die Stellen gefunden. Dagegen ist:



etwas ganz anderes. Hier kommt bei mir erst Stimmung auf.

Nebenbei, hast Du das Favorite Icon für jsba.ch geändert?


Gruß
Klaus Schaaff

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Mehr
11 Dez 2015 10:51 - 11 Dez 2015 11:09 #486 von Klaus Schaaff
Hallo Yo,

das Air habe ich in meiner Liste. Ich denke, dem wird niemand seinen Platz streitig machen.

Mein Bruder (Pianist) korrigierte mich mal entrüstest: Das Stück ist doch in G. Es heißt doch Air on a G-String. Das haben wir August Wilhelmj zu verdanken und jetzt kommt von Dir noch eine ganz neue Sichtweise? Aber amüsant!

Wer Interesse hat:

Air ist die reine Instrumentalform der Arie im Barock. Die Abstammung des Worts kommt nicht aus dem Englischen (Luft), sondern wurde aus dem Französischen entlehnt als Ayr, Ayre, Aria. Der Gegensatz als Vokalform ist die Arie. Bach hat das Stück ca. 1722 komponiert, damit liegt es am Ende der Köthener Schaffensperiode bevor Bach 1723 die Kantor Stelle in Leipzig annahm.

Man nennt dieses Stück immer "Air On A G-String". Diese Bezeichnung ist irreführend, denn viele denken, das Stück sei in G-Dur. Es stammt aber aus der Orchestersuite Nr.3 in D-Dur BWV 1068 und ist der 2. Satz in D-Dur. Der Name Air On A G-String beruht auf einer Bearbeitung von August Wilhelmj. Er transponierte es nach C-Dur, wodurch die Violinstimme auf einer einzigen Saite, der G-Saite spielbar wurde.

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder G-Strings sind rein zufällig und werden nicht beabsichtigt.


Gruß
Klaus Schaaff
Letzte Änderung: 11 Dez 2015 11:09 von Klaus Schaaff . Begründung: Korrektur

Bitte Anmelden um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.263 Sekunden

Suchen Sie Beiträge vor Februar 2012?

Diese finden Sie im «alten» Bach-Forum auf der früheren Version unserer Webseite unter www.jsba.ch/joomla15 . Hinweis: das Forum befindet sich im (schreibgeschützten) Lesemodus.

Zum Seitenanfang