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Bestandserhaltung der Bach Autographe

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16 Dez 2015 13:00 - 16 Dez 2015 13:01 #522 von Klaus Schaaff
Klaus Schaaff erstellte das Thema Bestandserhaltung der Bach Autographe
Hallo Bachfreunde,

ich war überrascht zu lesen, was getan wurde, um gefährdete Bach Autographe zu retten. Da gibt es einerseits Rettungsversuche in den Jahren 1930-1950 von Hugo Ibscher und weitere, die ab 1997 in Gang gesetzt wurden.

Was war überraschend? Es wurden invasive Verfahren verwendet, die nicht mehr reversibel sind. Das heißt, der Zustand nach der Restaurierung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Ob ein Restaurierungsverfahren, das erstmalig angewendet wird, von dem man noch keine Erkenntnisse über langfristige Nebenwirkungen hat anwenden sollte, wird in einigen Web-Publikationen diskutiert. Über die Art der Schäden und Restaurationsarbeiten, kann man sich hier gut informieren:


www.uni-muenster.de/Forum-Bestandserhaltung/kons-restaurierung/bach-boehrenz.html

www.uni-muenster.de/Forum-Bestandserhaltung/kons-restaurierung/Fuchs_hahn_oltrogge.html


Ich als Laie, habe mir die Frage gestellt, es wurde nirgends diskutiert, ob Inertgas (Schutzgase wie Argon) bei Temperaturen unter -25° Celsius, keine ausreichende Lagerbeständigkeit ergeben hätte, ohne die Dokumente invasiv zu verändern. Niedrige Temperaturen setzen die chemische Reaktionsfähigkeit herab und Edelgase ebenfalls. Gleiche Verfahren kennt man schon lange genug in der Lebensmittelproduktion.

Es sollte ausreichen bestehende Schäden auf digitalem Weg (Faksimile) zu restaurieren, aber das Original, so weit es geht, unangetastet zu lassen und fortschreitende Schadprozesse zu verhindern.


Gruß
Klaus Schaaff
Letzte Änderung: 16 Dez 2015 13:01 von Klaus Schaaff . Begründung: Korrektur

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